Pixeldatei vs Vektordatei beispielbilder ZEGO-Männchen

Wenn Sie schon mal mit Designern, Druckereien oder Grafikern zu tun hatten oder sich schon einmal mit Bildbearbeitung und div. Bildformaten beschäftigt haben, dann sind Ihnen bestimmt die Begriffe Pixel und Vektor schon einmal begegnet.

Jetzt stellen Sie sich vielleicht folgende Fragen:

Aber was ist das eigentlich?
Wo sind die Unterschiede?
Wofür werden sie am besten benutzt?

Diese Fragen versuchen wir für Sie zu klären.

Pixelgrafiken

Kurz gesagt: 
Pixelgrafiken sind meist Fotos. Hier werden die Informationen des Bildes Punkt für Punkt gespeichert. Diese Bild-Punkte nennt man Pixel. Der Pixel ist die kleinste Einheit eines Pixelbildes. Kein Detail kann kleiner als so ein “Bildpunkt“ sein. Nebeneinander stehend ergeben die Pixel dann ein Bild.

Für alle die mehr wissen wollen:
Der Name Pixel ist eine Kombination der beiden englischen Begriffe „picture“ und „element“, zu Deutsch so viel wie Bildelement oder Bildpunkt. Als Pixel werden einzelne quadratische Punkte bezeichnet, aus denen sich ein Bild zusammensetzt. Jeder dieser Punkte hat eine Farbe und aus ihrer Kombination ergibt sich schließlich das Bild. Im Normalfall sind diese Punkte sehr klein damit möglichst viele Farbinformationen widergegeben werden können und das Ergebnis scharf ist. Erst bei starker Vergrößerung erkennt man die einzelnen Bestandteile. Dabei ändern sich die Abmessungen des Bildes, seine Auflösung bleibt aber gleich. Diese wird in dpi, also “dots per inch” (engl. für Punkte pro Zoll) angegeben. Wird ein Bild zum Beispiel auf das Doppelte vergrößert, ist jedes Pixel doppelt so groß. Auf einem Inch sind also nur noch halb so viele Bildpunkte. Je stärker die Vergrößerung, desto grobkörniger und pixeliger wird das Bild.

Damit wird auch schon der deutlichste Nachteil einer Pixelgrafik klar. Das Ändern der Größe bei gleichbleibender Qualität ist nicht möglich. Und je größer und schärfer das Bild, desto größer die Datei. Gerade beim Versenden per Mail ein (im wahrsten Sinne des Wortes) großes Problem. Dafür ist eine sehr genaue Darstellung von Details möglich – je nachdem wie hoch die Auflösung ist. Komplexe Farbabstufungen und Verläufe sind hier kein Problem. Jeder einzelne Punkt kann bearbeitet werden. Es gibt viele verschiedene Dateiformate für unterschiedliche Einsatzbereiche, jeweils auf diese zugeschnitten. Diese Dateiformate sind nicht an ein bestimmtes Programm gebunden, sondern können in den meisten Bildbearbeitungsprogrammen angezeigt und bearbeitet werden.

Formate: TIF, JPG, BMP, PNG, PSD, GIF, uvm.
Bearbeitungsprogramme: z. B. Adobe Photoshop, Fireworks, Corel PaintShop Pro

 

Vektorgrafiken

Kurz gesagt:
Eine Vektorgrafik besteht aus Kurven- und Linieninformationen – auch Pfade genant. Diese werden mittels sogenannter “Ankerpunkte” miteinander verbunden. Da ein Vektor auf mathematischen Formeln beruht, können diese verlustfrei vergrößert werden. Lediglich auf die Dicke der Linien sollte hierbei geachtet werden.

Für alle die mehr wissen wollen:
Den Begriff Vektor kennen die meisten wahrscheinlich noch aus dem Matheunterricht. Und tatsächlich ist eine Vektorgrafik eine Art mathematische Formelsammlung. Aus den Informationen von geometrischen Figuren wie Linien, Kurven, Kreisen oder Polygonen entstehen Grafiken, die zu einem komplexeren Bild zusammengefügt sind. Dabei werden keine Pixel, sondern Pfade gespeichert, die zum Beispiel die Informationen zu Größe und Farbe enthalten. Diese Pfade können verändert werden ohne dass ein Qualitätsverlust entsteht. Vor allem bei einer Vergrößerung wird hier der Unterschied zu Pixelgrafiken deutlich. Eine Vektorgrafik kann beliebig vergrößert werden ohne an Schärfe einzubüßen. Die gespeicherten Angaben werden auf die neue Größe umgerechnet und die Figuren entsprechend gezeichnet. So eignen sich Vektorgrafiken besonders für Logos oder Icons, die oft in verschiedenen Größen gebraucht werden. Weil das Bild dadurch nicht mehr, sondern nur geänderte Informationen enthält, wird auch die Datei nicht größer.

Im Gegensatz zu einer Pixelgrafik lassen sich in einer Vektorgrafik komplexe Details nur sehr schwer darstellen. Effekte wie Schatten oder Reflektionen zum Beispiel müssen aufwändig mit zusätzlichen Elementen in den entsprechenden Farbabstufungen per Hand angelegt werden. Die Dateiformate, als die Vektorgrafiken abgespeichert werden, erfordern meist spezielle Programme mit denen sie kompatibel sind. Eine Ansicht und Bearbeitung ist dann nur in diesem Programm möglich. Eine .ai-Datei kann zum Beispiel nur mit Adobe Illustrator geöffnet werden.

Formate: z. B. EPS, AI, CDR, WMF, PDF
Bearbeitungsprogramme: z. B. Adobe Illustrator, Corel Draw, Macromedia FreeHand